1911 bis 2011 - 100 Jahre Haus Klamroth

1911 Einzug der Familie Klamroth in ihr neu errichtetes Wohnhaus samt gestalteten Garten dem Grundstück mit einer Fläche von fast 3000 m2

1944 Hans-Georg Klamroth und Bernhard Klamroth werden in Folge ihrer Beteiligung am Stauffenberg-Attentat auf Adolf Hitler inhaftiert und im August hingerichtet. Die Halberstädter Familie gerät unter den Verdacht der Mitwisserschaft und sah sich der Verfolgung durch die Gestapo ausgesetzt. So war man gezwungen, das heimische Domizil zu verlassen.

1945 Kurz nach dem Bombenangriff auf Halberstadt ziehen 130 Menschen in die Villa ein, die durch die Zerstörung ihrer Häuser obdachlos geworden sind. Unter den neuen Bewohnern ist auch Frau Schade, vormals Frau von Brudersdorf. Sie war Betreiberin des Hotels Weißes Roß, das nahe dem Stadttheater gelegen, bis auf die Grundmauern zerstört wurde.

1947 Erstmals erhält Frau Schade ein Entgelt von Fremden für die Übernachtung - der Ursprung für den Beginn eines Hotelbetriebes

1949 Kurz nach den Gründungen der beiden deutschen Staaten zieht die stattliche Handelsorganisation in das Haus ein und führt vom Tage an einen Hotel- und Restaurantbetrieb unter dem Namen „HO Hotel Weißes Roß".

Die Klamrothsche Villa ist ein sogenanntes Treuhandobjekt, weil es auf Grund der bereits erwähnten Beteiligung zweier Familienmitglieder am Attentat und der entsprechenden Gesetzgebung der DDR, nicht zur Enteignung kam, sondern die Familie in den Status der „Widerstandskämfer" eingeordnet wurde.

1990 Kurz nach der Öffnung der Grenze treffen die Heidelberger Rechtsanwältin Sabine Klamroth und Ihr Vetter Klaus die Entscheidung zur Fortführung des Hotelbetriebes. Notwendige Renovierungen und der Anbau eines weiteren Traktes in dem sich ausschließlich Gästezimmer befinden, fordern ein Investitionsvolumen von 12,8 Millionen DM.

1994 gewinnt das Haus nach erfolgreicher Neugestaltung mit der ebenfalls neuen Adresse Klamrothstraße 2, den Fassadenwettbewerb der Stadt Halberstadt.

1996 Sabine und Klaus Klamroth veräußern ihr Geburtshaus an eine vierköpfige Käufergemeinschaft und achten dabei darauf, dass die neuen Erwerber es in ihrem Sinn fortführen: familiär und inhabergeführt.

2011 Das Haus feiert seinen 100. Geburtstag.


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